Bereits am Vortag hatten wir die Koffer gepackt und bis ins kleinste Detail war die Fahrt nach Iguacu geplant.
8:00h aufstehen, 8:15h Frühstück und die letzten Kleinigkeiten zusammen packen. 9:15h an der Fähre sein, 9:30h Fähre nehmen, 10:00h ankommen in Pontal do Sul und zum 1.5km entfernten Busterminal gelangen, 10:45h Bus nach Curitiba, ca. 12:45h Ankunft in Curitiba, dort den Tag verbringen und Sightseeing machen und abends den Nachtbus nach Iguacu.
Soweit der Plan!
Bis Pontal do Sul lief alles glatt. Doch dann war da noch ein näher gelegener Busbahnhof. Spitze dachten wir, dann müssen wir auch nicht bis zu dem anderen Terminal Rodoviario. Mussten wir also nur noch Tickets besorgen. Tsja, mehrere Leute wurden interviewt von uns, wir hatten wohl nicht alles verstanden, aber nach gut zehn Minuten hatten wir es. Der Bus fährt hier schon um 10:30h ab und ist um 10:45h am zweiten Terminal. Was wir dann nicht wahr haben wollten war, dass es an diesem ersten Terminal keine Tickets zu kaufen gab, sondern nur am zweiten.
Zwanzig Minuten vor Abfahrt kam der Vorschlag einfach zum anderen Terminal zu laufen, Tickets zu kaufen und wieder zurück. Dominik rechnete kurz: 1.5km Joggen/Rennen sind ca. 7 Minuten einfach, das gleiche zurück bleiben 6 Minuten zum Ticket kaufen. Also, los ging es…
Vermutlich wäre es sich gerade ausgegangen, wenn Dominik das kleine Häuschen der Busgesellschaft nicht übersehen und wenn der Mann am Schalter nicht ewig für die Dame vorm Schalter gebraucht hätte. Dominik war dann klar, dass es sich nicht ausgehen würde und hat dann einfach ein Ticket für den nächsten Bus gekauft. Ok, wäre ja nicht weiter schlimm wenn der nächste Bus nicht erst 4.5h später gefahren wäre.
Zum Glück war Stiefi gut gelaunt, Dominik war es nicht mehr ganz und wir hatten Bücher dabei. Zäh war es trotzdem.
Gegen 18:00h sind wir endlich in Curitiba angekommen. Wir hatten uns dann ein Ticket für 22:15h gekauft und anschliessend wollten wir nur unsere Sachen in Schliessfächer sperren, dafür musste man sich aber erst einmal Tokens besorgen. Klingt einfach, Name der beiden Geschäfte war auch angeschrieben, also muss man die eigentlich nur finden. Der erste Laden hatte zu und als Dominik den erhobenen Daumen im zweiten Geschäft gezeigt bekam, war eigentlich alles sicher. Leider hat sich dann jedoch raus gestellt, dass diese aus waren. :-\
Zum Glück hatten wir Lisanne und Karina (welche wir zuvor auf der Ilha do Mel schon kennen lernten) getroffen, welche den Bus um 21h nahmen und auf unsere Sachen aufpassten. So konnten wir immerhin zwei Stunden uns Curitiba anschauen. Wir waren positiv überrascht wie schön und alternativ diese Grossstadt ist.

Curitiba ist unter anderem für die Eisenbahnstrecke zwischen Curitiba und Paranagã bekannt.







