Völlig gerädert sind wir heute in Foz de Iguaçu angekommen. Die Fahrt über Nacht war eher unangenehm. Zahlreiche kurvige und holprige Strassen raubten uns einen Grossteil unseres Schlafes. In Foz machen wir zum ersten Mal couchsurfing, wir kommen bei Jorge unter. Er ist sehr freundlich und hat extra für uns nochmal geputzt.
Gegen Mittag sind wir dann zum Itaipú Staudamm. Anstatt jedoch gleich in den ersten Touri-Bus zu hüpfen, haben wir uns erst einmal hingelegt und 1.5h Siesta gemacht. Danach waren wir bereit für die Touri-Tour. Zuerst gab es einen Film, der den Bau des Staudamms und die betreibenden Firmen ins schönste Licht rückten. Vielleicht etwas too much des Guten. Klar, es ist grüne Energie, aber wie bei jedem Staudamm wurden auch von Menschen und Tieren bewohnte Gebiete überflutet. Immerhin werden immer noch Entschädigungszahlungen für die Betroffenen gemacht, auch werden unterschiedliche ökologische Projekte gemacht und unterstützt. Ob jedoch alles so rosig ist wie es präsentiert wird bezweifele ich etwas. Zum Beispiel befindet sich am Eingang des binationalen (Brasilien und Paraguay teilen sich den Staudamm und die daraus gewonnenen Energie) Parks ein Gebäude im Entstehen. Es soll einmal Teil der Universität Latein-Amerikas werden. Komisch fand ich nur, dass es keine Baukräne oder sonstige Gerätschaften gab. Am Ende der Tour fragten wir dann Mal nach und es stellte sich heraus, dass tatsächlich nicht mehr gebaut wird. Der Grund:“thats politics“. Der Guide sagte dann noch ein kurzer Satz, sowas wie:“ Seit dem die Ministerin von Brasilien gestürzt wurde, muss sich alles nochmal ordnen.“ gefolgt von einem betroffenem schweigenden Lächeln. Man redet hier anscheinend auch nicht gerne über Politik.












Die Tour war ganz nett, wenn auch viel zu wenige Informationen rüber kamen. Der Staudamm an sich ist zwar pott hässlich (eben eine hohe Fette Betonwand), aber auch gleichzeitig sehr imposant.
Lena 21. November 2016
wer sind die süssen fellschweine?! 😀