Der dritte und letzte Tag in São Paulo startete mit einer „free walking tour“ durch die Altstadt. Diese Touren werden mittlerweile fast überall für ein kleines Trinkgeld angeboten. Man muss aber ganz klar sagen, dass São Paulo kaum noch alte Gebäude hat. Durch den ständigen Wachstum sind viele moderne Hochhäuser entstanden. Die ältesten Gebäude der Altstadt stammen vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.



Das ist das grösste Gebäude Südamerikas mit über 1000 Appartements und eigener Postleitzahl


Danach sind wir noch auf ein hohes Gebäude der Stadt, um diese ein letztes Mal von oben zu sehen.











Auch bei dieser Tour wurde uns klar, dass wir uns sehr glücklich schätzen können, zur richtigen Zeit am richtigen Ort geboren zu sein.






Über die Marktstrassen und ein japanisches Restaurant ging es zum Hostel unsere Sachen holen, so dass wir rechtzeitig beim Nachtbus waren. Hier wäre fast noch unser Gepäck alleine nach Rio de Janeiro gefahren. Als wir ankamen stand da schon der Bus, wir haben unsere Tickets gezeigt, war alles in Ordnung, und unser Gepäck verladen. Stiefi ist dann noch was zu essen besorgen gegangen, während Dominik noch in der Wartehalle wartete bis sie zurückkehrt. Gute zehn Minuten vor der Abfahrt wollten wir den Bus besteigen, doch dann hiess es, dass der Bus nach Rio fährt und nicht nach Florianopolis. Nach ein paar wirren Minuten konnten wir unser Gepäck wieder ausladen und es hat sich heraus gestellt, dass unser Bus erst noch kommt. Wäre das Timing minimal anders gewesen, so hätte Dominik den Bus abfahren sehen, während Stiefi noch unterwegs ist. Naja, Dominik hätte schon durch lautes Schreien darauf aufmerksam gemacht, dass der Bus so nicht abfahren kann. Die Kommunikation ist im Übrigen Recht ok, wir faseln was auf Spanisch und die Brasilianer was auf Portugiesisch, am Ende hebt man dann freundlich den Daumen und alles ist klar. Es ist erstaunlich wie freundlich, höflich und zuvor kommend die Brasilianer sind. Selbst Strassenhändler und Bettler sind höflich, es ist nicht so wie in anderen Ländern, dass sie aufdringlich werden.
Auch haben wir uns in São Paulo nie unsicher gefühlt. Klar, wir haben die allgemein gültigen Grossstadtregeln befolgt und sind zum Beispiel nach Anbruch der Dunkelheit einfach umgekehrt, so bald wir gesehen haben, dass die Strasse dunkel und ohne Menschen ist.