Mit der ersten Fähre um 10:30h ging es heute (21.12.2016) von Hornopirén nach Caleta Gonzalez. Die Überfahrt ist zwei geteilt. Die erste Fähre dauerte über 3.5h.









Dann ging es über Land 10 bis 20 Minuten weiter zur zweiten Fähre, welche nochmals eine halbe Stunde benötigte. Bereits auf der ersten Fähre sprachen wir Leute an ob sie uns mitnehmen. Das zweite Pärchen, Rodriguez und Caroline, nahm uns dann mit bis nach Chaitén. Beide sind Chilenen und arbeiten in der Pharmaindustrie. Die Fahrt mit den beiden war sehr angenehm und zwischendurch hielten wir auch immer wieder um uns an Aussichtspunkten etwa anzusehen.


Unterwegs regnete es häufig. In Chaitén angekommen, stiegen wir aus und es begann erneut zu regnen. Ein Passant sprach uns an und gibt uns nützliche Tipps für den Ort und die Umgebung, einfach so. Nachdem er weg war, schauten wir uns an: „Was wollte der jetzt von uns?“ „Einfach nett sein.“ Wir haben uns immer noch nicht daran gewöhnt, dass für Menschen hier meistens einfach nur höflich und freundlich sind und gar nicht irgendwas wollen…

Nachdem Regen informierten wir uns kurz bei Chaitour, ein sehr kleines Unternehmen, das diverseste Touren anbietet. Chaitour hat, zumindest scheint es so, die lokale Touri-Information ersetzt.
Im Supermarkt füllten wir unsere Wasservorräte auf und strecken am Ortsausgang den Daumen wieder aus. Dieses Mal dauerte es sehr lange bis uns endlich jemand mitnahm, wir wollten schon aufgeben und uns eine Unterkunft hier suchen als nach ganzen 50 Minuten Rodrigo hielt. Er arbeitet im Pumalin Park und sorgt dafür, dass der Park sauber und ordentlich bleibt sowie für Besucher attraktiver wird. Der Pumalin Park ist in Privatbesitz und erstaunlich gepflegt. Der Park gehörte bis zu seinem Tode Tompkins welcher sich sehr für den Erhalt der Natur einsetzte. Das ganze Gebiet hier ist eine Mischung aus Jurassic Park und Disney World für Outdoor Freaks.
Rodrigo lässt uns an einem Parkeingang in Armarillo raus und zeigt uns noch den Weg zum nächsten Campingplatz, nur wenige hundert Meter entfernt.



Dort angekommen weisst uns ein Schild höflich daraufhin, dass der Campingplatz bis zur nächsten Saison geschlossen ist. Wir überlegten uns, in Anbetracht der Entfernung von vier Kilometern und unserem ganzen Gepäck, das Schild zu missachten und einfach dort zu campen. Letztendlich schulterten wir wieder unser Gepäck und machten uns auf zum Camping Grande.
Der Campingplatz dort ist ebenfalls sehr gepflegt. Da es ausser vier Israelinnen und uns niemand hatte, konnten wir unser Zelt in einer Hütte aufbauen. So blieb trotz Regen unser Zelt immer trocken. Leider war es schon spät, so dass wir bei Taschenlampenlicht und Kerzenschein kochen mussten. Was dazu führte, dass Dominik sich einmal komplett in Schokopulver einpuderte. Stiefi hatte das Kakaopulver schon geöffnet, was Dominik nicht wusste als er es voller Vorfreude schütelte. So verteilte er die Packung gleichmässig über die Hose, die Jacke, die Bank und seinen Rucksack. Shit happens!

Stefanies Fuss ist übrigens mittlerweile leicht besser, dafür hat Dominik Kreuzschmerzen.