Um kurz vor Mitternacht wurden wir geweckt. Dominiks Magen fühlte sich nicht gut an, zum Frühstück gab es Schokokuchen, wovon er nur ein halbes Stück essen konnte und das ist kein gutes Zeichen bei ihm. Immerhin ging es ihm nicht so schlecht, als dass wir nicht einen Versuch starten sollten. So wanderten wir um 0:40h los. Das erste Stück bestand aus Felsen, die teils mit einem Seil zur Hilfe ausgestattet waren. Mit festen Schnee-dichten Schuhen (ungefähr so bequem wie Skischuhe) war das extrem anstrengend und wackelig. Kurz darauf zogen wir unsere Steigeisen an, um im Schnee weiter zu gehen. Das Video findet ihr hier!
Nach gut einer weiteren 3/4 Stunde auf dem Gletscher war uns beiden klar, dass es so keinen Sinn macht weiter zu gehen. Schließlich fehlten uns noch ca. 5 Std Aufstieg und immer wieder überkam uns das Gefühl von Übelkeit und das Bedürfnis schnell aufs imaginäre Klo zu flüchten. Daher drehten wir auf 5389m um und liefen wieder durch die Dunkelheit zurück. Um 3h morgens waren wir dann auch wieder zurück an unserer Hütte. Seiddem ist Dominik frustriert, aber die Höhe ist eben doch ganz beachtlich. Viele von denen, die es geschafft haben, hatten sich mit Medikamente u.a. gegen die Höhenkrankheit und/oder Coca Blättern gepusht. Alle, die oben waren, sind absolut erschöpft und fertig zurück gekommen und haben mindestens insgesamt acht Stunden gebraucht. Es hatte dieses Mal wohl nicht sein sollen. Das Wetter ist leider für die nächsten Tage schlecht angekündigt und daher können wir es auch nicht noch Mal wagen. Aber zumindest Dominik hat noch eine Rechnung offen mit einem 6000er.
