Unser Plan für die nächsten Tage war es zum letzten Zufluchtsort der Inka zu reisen. Dazu mussten wir heute (31.01.2017) erst einmal eine lange Autofahrt in Kauf nehmen. Mit dem Collectivo ging es von Cusco vier Stunden lang nach San Pedro de Cachora. Eine genaue Wegbeschreibung findet ihr hier.

Cachora ist noch ein sehr ruhiger ärmlicher Ort nord-westlich von Cusco. Die Betonung liegt auf noch, denn ab 2019 will man mit dem Bau einer Seilbahn beginnen. Diese soll dann ganz in der Nähe von Cachora Touristen nach Choquequirau schaufeln. Bereits werden Strassen vorbereitet, neue Stromleitungen verlegt und es entstehen neue Hostals.
Für uns war Cachora der Ausgangspunkt unserer Trekkingtour. Leider kamen wir hier erst um 11h mittags an und die Sonne heizte uns schon ganz ordentlich ein. Dementsprechend anstrengend und Schweiss treibend waren die ersten zwölf Kilometer für uns. Zum Glück gab es dann zwei Kioske. An einem arbeiten Rubi (ca. 11 Jahre) und ihre Schwester (ca. 13 Jahre). Sie arbeiten hier während der Sommerferien bis ihre Mutter wieder kommt und die beiden Geschwister wieder nach Cusco gehen. Bei den beiden Mädchen machten wir kurz Mittag und stärkten uns so für den nächsten Abschnitt: Auf 9km geht es gute 1500m im Zickzack den Berg runter. Unterwegs begegnten uns immer wieder Pferde, welche gut bepackt waren. Hätten wir es uns leichter gemacht, so hätten wir auch eine Tour mit Führer und Pferd gebucht. Doch bereits jetzt merkten wir, dass wir uns die Hardcore Tour ausgesucht hatten. Je länger wir liefen, desto schwerer fühlten sich unsere Beine und unser Gepäck an.







Über einen staubigen Weg ging es immer tiefer in die Schlucht, während das Rauschen des Flusses immer lauter wurde. Die Aussicht auf die umliegenden Berge und ins Tal war wunderschön und halfen uns über die weiteren Stunden. Doch als es langsam dunkler wurde und wir immer noch unterwegs waren, war die Luft raus. Die letzte Stunde zog sich und wir waren froh und fertig als wir im Camping unten am Fluss ankamen. Im Dunkeln bauten wir das Zelt auf, kochten und assen zu Nacht. Das Problem dabei war, dass sehr viele Fliegen, Motten und andere Insekten vom Licht des Gaskochers und der Stirnlampe angezogenen wurden. Folglich landeten einige in der Flamme und einige auch in unserem Abendessen. Danach fielen wir völlig erschöpft ins Zelt, so störte es Dominik auch nicht weiter, dass seine Isomatte wieder einmal nicht dicht war.



