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Kaffeefahrt

27.01.2017, auch heute regnete es stark als wir aufwachten. Doch noch einen Tag halten wir in Puno nicht aus, ausserdem ist das Wetter für später besser angekündigt. Also machen wir uns auf den Weg zum Pier, um von dort über die schwimmenden Uros Inseln zur Insel Amantani zu fahren. Am Pier angekommen, kriegen wir von verschiedensten Leuten Tickets für die Inseln angeboten. Der typische Deal für Amantani ist, dass je zwei Personen bei einer Gastfamilie unterkommen und dort auch bekocht werden. Es gibt dann unterschiedliche Pakete: nur Transport, mit Eintritt zu den Inseln und mit Bezahlung der Familien. Letztendlich sind die Preise bei den verschiedenen Agenturen aber ziemlich ähnlich. Gedruckst, gefeilscht und beschissen wird man vermutlich überall ein bisschen. Wichtig war uns, dass wir die Übernachtung direkt bei der Familie bezahlen. Ausserdem hatten wir gelesen, dass man seiner Gastfamilie ein kleines Geschenk in Form von Obst, Gemüse oder Schulsachen mitbringen sollte. Nicht zu vergessen eine Taschenlampe, da es auf der Insel kein Strom geben soll. Wir besorgten daher gestern schon frisches Obst und frische Batterien.

Bereits das Boot war nicht das, was wir uns unter einer Fähre, wie sie die Einheimischen auch verwenden, verstanden. Wir dachten es gibt morgens nur eine grosse Fähre um acht, auf der man dann zwischen Einheimischen sitzt. Stattdessen gab es ein kleines Boot mit bis zu 30 Personen, auf dem 10 Touristen Platz nahmen. Es gibt also eine Fähre pro Agentur/Kooperative, die morgens um acht fährt. (Auf der Rückfahrt am nächsten Tag, gab es dann tatsächlich auch Einheimische.)

Unser erster Stopp, die Inseln von Uros, beginnt damit, dass unsere Crew (bestehend aus Vater und zwei Söhnen) aus Amantani anfängt um den Eintritt zu feilschen. Danach wird uns auf einer schwimmenden Schilfinsel etwas über den Inselbau und das Leben dort erzählt. Auch durften wir danach in eines der Häuser und es wurden wie bei einer Kaffeefahrt Souvenirs zum Kauf angeboten.













Drei Stunden dauerte es dann noch auf dem Boot bis wir endlich Amantani erreichten. Dort wurden wir auf die Gastfamilien aufgeteilt, aber anstelle von je zwei Personen pro Familien waren wir zu acht!!! Kontakt zur Familie hatten wir leider auch absolut keinen. Immerhin gab es reichhaltig Mittagessen (Gemüsesuppe und Reis, Kartoffeln, Tomaten, Gurken und ein Stück Käse). Unser Nachmittagsprogramm bestand aus dem Besteigen von Pachamama und Pachatata (Muttererde und Vatererde). Was ganz nett war und an griechische Inseln erinnert. Zum Abendessen gab es dann erneut Suppe, Reis und Kartoffeln… Um acht Uhr waren wir dann fertig mit Essen. Die Gruppendynamik war aufgrund sprachlicher Hindernisse nicht sonderlich gut, unser Portugiesisch ist nicht existent, die Franzosen konnten kaum Spanisch oder Englisch, …. Geworben wird die Insel Amantani auch mit dem nicht vorhanden sein von Elektrizität und Licht. Das erlaubt, in Kombination mit der Höhe von fast 4000m, das beobachten eines absolut klaren Sternenhimmels. Das ist leider nicht mehr korrekt, wir hatten eigentlich die ganze Zeit Strom und folglich Licht. Hin und wieder hörte man auch aus einem Haus Musik, so dass die angepriesene Idylle nicht mehr ganz vorhanden war. Den Sternenhimmel konnten wir gar nicht sehen, was neben dem Licht vor allem dem schlechten Wetter zu verdanken war.

Folglich gingen wir früh auf unser Zimmer und schauten einen Film. Wer uns kennt, weiss, dass wir kaum Filme schauen. Umso absurder fanden wir die Situation, dass wir in all dieser Abgeschiedenheit uns mit einem Film zurück in unsere heile Welt verkrochen.











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1 Kommentar

  1. Pepoo 7. Februar 2017

    Eyla, das hört sich aber nach einen sehr anstrengenden Tag an. Und, wieviele „Handgemachte“ Souveniers habt ihr gekaufs? ^^

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