Auf unserer nun schon fünf monatigen Reise haben wir schon viele Grossstädte gesehen, Rio der Janeiro, Buenos Aires, La Paz und Lima… aber Yangon, oder auch Rangun genannt, stellt sie alle in den Schatten oder müssten wir in diesem Falle sagen „stellt sie in die Sonne“? Yangon ist Myanmars grösste Stadt mit ca. 7 Millionen Einwohnern und ein echtes Moloch.
Wir sind heute (25.03.2017) wieder einmal mit dem Nachtbus morgens um 6h in Yangon angekommen. Da wir keine Unterkunft reserviert hatten schlossen wir uns zwei anderen Backpackern einfach an. Da Stiefi leider nicht so gut im Bus schlafen konnte, legte sie sich nochmals hin. Dominik unternahm zwischenzeitlich eine erste Expeditionstour durch Chinatown von Yangon. Bereits an frühen Morgen ist die Stadt heiss, trocken, staubig und stinkend. Auf dem Markt werden Obst und Gemüse angeboten, einiges davon kennen wir nicht. Fleisch und Fisch werden ebenfalls verkauft, rohes Fleisch ungekühlt auf Tischen und Fisch in Schalen direkt auf dem Boden. Häuser und Strassen sind schmutzig, grau schwarz und leicht zerfallen. Der Geruch änderte sich ständig von vergammelndem süsslichem Müll, Bratenfett, Abgase, zu übel riechendem Fisch. Die Gehsteige, sofern man sie nutzen kann, sind voll mit Fussgängern. Hin und wieder zieht sich jemand lautstark die Nase hoch oder spuckt die rot gefärbte Betelnusss-Masse aus. Tiere gibt es in der Stadt natürlich auch, jede Menge von ungezählten streunenden Hunden und Tauben. Für letztere kann man an manchen Ecken Futter kaufen, logisch dass sie zu hunderten an diesen Ecken abhängen. Dort muss man dann beim Gehen auch nach oben schauen, um nicht getroffen zu werden, und sein Auto sollte man da nicht parken.






Gegen Nachmittag bestiegen wir einen lokalen Zug, der uns für weniger als 20 cent drei Stunden lang einmal um die Stadt fuhr. Die Züge hier sind alle alt und haben keine funktionierenden Türen. Die Zugfahrt war so unbequem wie ein normaler Bus hier, es wurden verschiedene Lebensmittel feil geboten und die Sonne heizte den Wagon ganz ordentlich auf. Was wir durch das Fenster sahen ist Myanmar in geballter Form. Dort sahen wir vor allem eines: Müll. Er liegt hier neben den Gleisen, auf der Strasse, im Bach, sowie unter und neben den Häusern. Die Menschen leben hier wie selbstverständlich im Müll. Es ist ziemlich traurig das alles so direkt zu sehen. Unterwegs kommen wir auch mit einem Mädchen ins Gespräch, sie arbeitet in einem Cafe in der Innenstadt und hat jeden Tag einen je zweistündigen Weg zur und von der Arbeit. Leben tut sie in einer der zahlreichen Bambushütten am Stadtrand.
















Am Nachmittag besuchten wir mehr aus Langweile als aus echtem Interesse die Shwe Yin Aye Pagode. Jo, ganz nett wenn man nicht schon tausend Pagoden gesehen hätte. Neu, war hier, die Möglichkeit gefangene Vögel frei zu kaufen. Das bringt anscheinend Glück für einen und jede Menge unglückliche Vögel.





Da wir auf Riesenmaden keinen Appetit hatten, gab es nach langem wieder mal vegetarisches Sushi. :-p


Pepoo 8. Mai 2017
Die Geruchsbeschreibung passt 1:1 zu dem Eckchen in China wo wir sind. Das ist dann ein starkes Stück für den Magen jeweils.
Pepoo 17. Juli 2017
Haha, und weisst du was? dein Soja-öl, ist genau das gleiche wie in der Migros! da auf dem letzten foto, sooo gail